2018: Die Tops [Jahresrückblick]

Nachdem ich bereits meine Flops aus dem vergangenen Jahr mit euch geteilt habe, möchte ich heute über meine Highlights sprechen. Davon gab es doch mehr, als ich zu Beginn des Beitrags gedacht habe. Vielleicht schafft es das eine oder andere Buch ja noch auf eure Leseliste für 2019. Ich kann sie euch jedenfalls alle ans Herz legen und freue mich auf mehr von den AutorInnen.

Im Turm – Josiah Bancroft

Wohl die größte Überraschung des letzten Jahres! Cover und Klappentext haben meine Neugier geweckt und so kam es, dass ich Bekanntschaft mit Thomas Senlin machte – einer der interessantesten Figuren seit langer Zeit. Wer Bilbo Beutlin ebenso sehr liebt wie ich und sich auf eine vielschichtige Handlung einlassen kann, die erst nach und nach Fahrt aufnimmt, ist bei diesem Buch genau an der richtigen Adresse. Neben Thomas ist der größte Pluspunkt das Setting. Der Turm von Babel ist eine wahnsinnig fesselnde Kulisse, die mit der Zeit ihr unglaubliches Potenzial offenbart. Ich fand es großartig, dass die Geschichte so anders ist als die vielen Fantasy-Romane, die ich bis dato gelesen hatte. Die skurrilen Figuren, verstörenden Stockwerke des Turms und unvorhersehbaren Wendungen haben dieses Buch zu einem einmaligen Erlebnis gemacht, das sich kein Fantasy Fan entgehen lassen darf. (Rezension)

Die Stimmen des Abgrunds – Peter V. Brett

Der letzte Band der (im Deutschen) insgesamt 7-teiligen Reihe von Peter V. Brett. Natürlich muss der auch in die Highlights, allein schon aus emotionalen Gründen. Selten hat mich eine Reihe über so viele Jahre begleitet. Entsprechend schwer ist mir auch der Abschied gefallen, obwohl ich das Ende abgesehen von Kleinigkeiten sehr gelungen fand. Von mir aus hätte es noch ewig so weitergehen können, denn Brett hat einfach eine außergewöhnliche Gabe dafür, unzählige spannende Charaktere in einer einzigen Reihe zusammenzubringen und jedem gebührend Aufmerksamkeit zu schenken. Er schafft es immer, alle losen Fäden am Ende zusammenzubringen – und das auch noch auf eine Art und Weise, für die ich ihn sehr bewundere. Diese Reihe wird niemals aus meinem Regal ausziehen. (Rezension)

Renegades – Gefährlicher Freund – Marissa Meyer

Marissa Meyer und ich haben es tatsächlich noch einmal miteinander versucht und was soll ich sagen? Es hat gefunkt! Entgegen meiner Erwartungen hat mit Renegades richtig umgehauen. Ich fand es grandios, dass Superhelden und Schurken im Rampenlicht stehen, aber dennoch keine Unterteilung in Schwarz und Weiß stattfindet. Als Leser kann man sich teilweise mit beiden Gruppen identifizieren und steht so nicht direkt auf einer Seite. Darüber hinaus sind die Dialoge zwischen den Charakteren herrlich witzig und die Renegades-Truppe um Adrian wächst einem binnen Sekunden ans Herz. Auch die Protagonistin Nova mochte ich sofort. Außerdem wohltuend: Das Jugendbuch verzichtet auf typische Klischees. Was will man mehr? (Rezension)

Berühre mich. Nicht. – Laura Kneidl

Neben Fantasy- und Sci-Fi-Kost hat es überraschenderweise auch eine New-Adult-Geschichte in meine Top 10 geschafft. Vor allem, weil ich mich beim Lesen rundum wohlgefühlt habe. Sage ist eine herzallerliebste Protagonistin, die man eigentlich nur mögen kann und auch das College Setting hat mich direkt eingefangen. Dazu kommt, dass Sage in einer Bibliothek arbeitet und Bücher generell eine größere Rolle spielen. Ich hatte nonstop Schmetterlinge im Bauch. Obwohl ich das Ende leider als sehr vorhersehbar beziehungsweise unnötig konstruiert empfand, hat sich Laura Kneidl mit diesem Buch meine volle Aufmerksamkeit erschrieben. Ich bin sehr auf ihre nächsten Bücher gespannt.

Das Gold der Krähen – Leigh Bardugo

Wie schon bei den Flops von mir angemerkt, war Das Lied der Krähen eins DER Highlights 2017. Entsprechend hoch waren meine Erwartungen. Zum Glück hat mich Leigh Bardugo hier nicht enttäuscht und eine grandiose Fortsetzung abgeliefert. Es war so schön, wieder mit der Crew vereint zu sein und über Langeweile kann man sich erneut in keiner Weise beklagen. Es geht direkt da weiter, wo Band eins zu Ende ging und die neuen Probleme ihren Anfang nahmen. Natürlich treten die Krähen wieder in unzählige Fettnäpfen, natürlich wird wieder geschossen, gelogen und betrogen – alles andere wäre auch bedenklich. Mir hat das Ende zwar das Herz zerrissen, dennoch ist es passend und authentisch. Beste Gang der Welt!

Lady Midnight – Cassandra Clare

Nach den Chroniken der Unterwelt hatte ich Cassandra Clare in meinem Kopf schon abgeschrieben. Ich bin nicht über den dritten Band hinausgekommen, weil ich es so furchtbar fand. All die schönen Erinnerungen an die Chroniken der Schattenjäger waren dahin. Doch dann siegte die Neugier und mit Lady Midnight kam es dann tatsächlich zur großen Versöhnung zwischen der Autorin und mir. Alles, was mich bei dem Drama um Clary und Jace genervt hatte, ist verschwunden und wird stattdessen durch sympathische Charaktere und eine spannende, actiongeladene Handlung ersetzt. Ganz viel Liebe für die Blackthorns und natürlich auch Emma, denn irgendwie sind sie auch ein bisschen Familie für mich geworden.

Throne of Glass – Die Sturmbezwingerin – Sarah J. Maas

Keine Jahreshighlights ohne Sarah J. Maas. Natürlich hat mich auch der neueste Throne-of-Glass-Band wieder daran erinnert, warum sie einfach die Queen ist. Ich muss zugeben, dass ich einen kurzen Moment gebraucht habe, um mich wieder vollkommen zurechtzufinden, aber dann gab es kein Halten mehr. Von allen Bänden der Reihe toppt dieser Teil für mich alles. Die Plotttwists sind der Wahnsinn und die ganzen Dramen und Emotionen, die sich zwischen den Charakteren abspielen – es war soo gut!

Die Lügen des Locke Lamora – Scott Lynch

Ich habe das vergangene Jahr neben Josiah Bancroft noch einen anderen Autoren beziehungsweise eine Reihe für mich entdeckt. Die Lügen des Locke Lamora punktet in erster Linie mit der sehr sympathischen Diebesbande rund um den Gauner Locke, aber auch das Setting und die Geschichte haben mich überzeugt. Schauplatz ist eine Stadt, die man sich wie Venedig vorstellen kann und nur so vor Spelunken und zwielichtigen Gangs strotzt. Vom Fantasy-Aspekt her hält sich der erste Teil (noch) in Grenzen, trotzdem haben mich die Katz- und Mausspiele der Schurken und die Gaunereien Gentlemen-Ganoven wunderbar unterhalten. Gerade zum Ende hin wurde es außerdem nochmal richtig spannend und ich habe so das Gefühl, dass Lockes Werdegang noch einige epische Abenteuer bereithält. (Rezension)

Red Rising – Tag der Entscheidung – Pierce Brown

Was Emotionen angeht, spielt Pierce Brown für mich in einer Liga mit Sarah J. Maas. Ich habe bei diesem Finale so viel geflucht und mit den Tränen gekämpft wie bei kaum einen anderem Titel. Sci-Fi war für mich nie ein großes Thema, doch seit Red Rising traue ich dem Genre alles zu. Wie schon in den anderen Bänden hat mich der Autor völlig überrascht, schockiert und zum Lachen gebracht. Ich habe die Charaktere trotz ihrer vielen Fehler liebgewonnen und verneige mich vor dem grandiosen Abschluss dieser Trilogie.

Das Reich der sieben Höfe – Sterne und Schwerter – Sarah J. Maas

Zum Abschluss noch einmal Sarah J. Maas. Auch das Finale ihrer zweiten Reihe konnte mich im letzten Jahr begeistern. Die Geschichte war von Anfang bis Ende wahnsinnig spannend und gefühlt auf jeder Seite gab es eine neue Katastrophe. Ich weiß, ich wiederhole mich, aber wieder haben für mich vor allem die Charaktere den Löwenanteil ausgemacht. Die Autorin hat es einfach drauf, interessante, vielschichtige Figuren zu erschaffen, die Freundschaft, Liebe und Leid so authentisch und berührend miteinander teilen. Es gab so viele starke Entwicklungen und alle sind noch einmal über sich hinausgewachsen. Umso schwer fiel mir der (vorläufige) Abschied.


Was waren 2018 eure Highlights? Her mit den Empfehlungen!

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2 Kommentare zu „2018: Die Tops [Jahresrückblick]

Gib deinen ab

  1. Liebe Maren,
    vielen Dank für deine tolle Übersichtsliste mit deinen Tops. Einige der Titel darauf habe ich ja auch schon gelesen und kann dir bei allen eigentlich ohne Anmerkungen zustimmen.
    Vor allem Peter V. Brett und Pierce Brown hätte ich selbst nicht besser formulieren können, danke dafür!

    Liebe Grüße
    Philip

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo Philip,
      danke für deinen lieben Kommentar. :)
      Ich freu mich dank deines Beitrags zu „Asche zu Asche“ schon wahnsinnig auf die Fortsetzung von Red Rising!

      Viele Grüße
      Maren

      Gefällt mir

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