2018: Die Flops [Jahresrückblick]

Das Jahr neigt sich dem Ende zu – es wird also Zeit, einmal die Flops und Tops des Jahres zusammenzutragen. Entgegen der üblichen Vorgehensweise beginne ich zunächst mit meinen Flops. Es ist doch irgendwie schöner, das alte Jahr mit etwas Positivem zu beenden. Die Knaller aus 2018 kommen deshalb zum Schluss. Vorneweg zur Erklärung: Ich habe den Beitrag in zwei Teile geteilt. Zuerst gibt es die Bücher, die jetzt nicht direkt völlig furchtbar waren, mich aber sehr enttäuscht haben. Danach kommen dann die richtigen Nieten. Wir steigern uns also langsam.

(Hör-)Bücher, von denen ich mir so viel versprochen habe …

Wonder Woman – Kriegerin der Amazonen – Leigh Bardugo

Seit Das Lied der Krähen zählt Leigh Bardugo zu meinen liebsten AutorInnen. Deshalb hatte ich bei diesem Buch keinerlei Bedenken, obwohl ich kein großer DC-Fan bin. Leider entpuppte sich das Buch dann doch recht schnell als Enttäuschung. Ich habe mich beim Lesen ziemlich gelangweilt – trotz diverser Actionszenen. Auch Diana und die anderen Charaktere konnten mich nicht von sich überzeugen. Sie waren mir nicht unsympathisch, sondern eher gleichgültig. Weder die Handlung noch die Charaktere haben bei mir groß Emotionen ausgelöst, was dazu geführt hat, dass ich mich irgendwie nur durch die Seiten geschleppt habe.

Julia & Romeo – David Hewson (Hörspiel)

Macbeth war 2017 eins DER Hörbuch-Highlights für mich. Deshalb stand für mich schon lange fest, dass ich mir auch David Hewsons andere Adaption unbedingt anhören muss. Julia & Romeo kommt allerdings bei Weitem nicht an den anderen Klassiker heran. Die Vertonung ist wieder super, aber der Rest eher so mäßig. Ich störte mich vor allem an der Sprache, die zu draufgängerisch und gewollt modern ist. Darüber hinaus zog sich die Handlung gerade im letzten Teil so sehr, dass ich oft mit meinen Gedanken nicht bei der Sache war.

Bücher, die mich überhaupt nicht überzeugen könnten …

Bad Heart – Zurück zu mir – Leisa Rayven

Kennt ihr das, wenn ihr vor Jahren die Bücher eines Autors oder einer Autorin gefeiert habt, schließlich die neuste Kreation kauft und dann aus allen Wolken fallt? So ging es mir mit Leisa Rayven. Ich hatte ihre Dilogie Bad Romeo & Broken Juliet super positiv in Erinnerung und war deshalb sehr auf Bad Heart gespannt. Die Geschichte entpuppte sich dann jedoch als großer Fail. Klischees soweit das Auge reicht, eine nervtötende Liebesgeschichte, die keinerlei Sinn macht und eine lahme Handlung. Ich bin echt baff, wie stark sich der eigene Lesegeschmack binnen weniger Jahre verändern kann und habe alle drei Bücher der Autorin direkt aussortiert.

Die Hochzeitsschwestern – Jamie Brenner

Sobald ich diesen Titel sehe, bekomme ich schon wieder Kopfschmerzen. Wie kann man sich nur so in einem Cover täuschen? Erwartet hatte ich irgendwie etwas in Richtung Jane Austen. Bekommen habe ich eine totale Katastrophe. Drei Frauen verlieren wegen ihrer bevorstehenden Hochzeit völlig den Verstand und mutieren zu, ich kann es nicht anders umschreiben, kompletten Hohlbirnen, die für Ideale aus dem Mittelalter kämpfen. Ich habe das Buch nach 200 Seiten abgebrochen, weil ich den Neid und die Gehässigkeit der Schwestern untereinander und diese ganze Rückständigkeit nicht länger ertragen habe.

Götterfunke – Liebe mich nicht – Marah Woolf

Noch so ein gigantischer Schuss in den Ofen. Es hat ewig gedauert, bis ich mich von Götterfunke erholt hatte und wieder voller Zuversicht zu einem Jugendbuch greifen konnte. Machen wir es kurz: Die Geschichte vereint alle denkbaren Jugendbuch-Klischees in sich und markiert den Gipfel der Unglaubwürdigkeit. Ich kann nicht begreifen, warum die Trilogie so gehypt wird.

Tochter der Götter – Glutnacht – Amanda Bouchet

Wieder Götter, wieder kein Happy End für mich. Was die griechische Mythologie angeht, musste ich dieses Jahr echt ganz schön was einstecken. Auch dieses Buch musste ich sehr früh abbrechen, weil ich absolut keinen Schimmer hatte, warum ich mir das antue. Die Handlung dreht sich im Kreis und die meisten „Ungereimtheiten“ sind so offensichtlich, dass man sich fragt, was die Charaktere da eigentlich die ganze Zeit treiben. Obwohl die Protagonistin eine richtige Kampfmaschine ist, bin ich mit ihr dazu überhaupt nicht warm geworden.

Herz aus Schatten – Laura Kneidl

Um dieses Buch tut es mir besonders leid, weil ich Laura Kneidl seit Berühre mich. Nicht. sehr ins Herz geschlossen habe. Ich hätte mir so gewünscht, dass sie mich auch mit Fantasy begeistern kann, allerdings hat das leider gar nicht funktioniert. Die Handlung war mir viel zu undurchsichtig und schien oft an den Haaren herbeigezogen. Ich bin überhaupt nicht in das Buch reingekommen und habe die Sache schließlich nach 2/3 aufgegeben. So schade! Aber ich habe erst vor Kurzem Die Krone der Dunkelheit angefangen und bin zuversichtlich, dass ich diesmal begeistert sein werde.

Es – Stephen King

Wenn ich in diesem Beitrag nur ein Buch hätte nennen dürfen, dann wäre es Es gewesen. Eigentlich haben Stephen King und ich uns ganz gut miteinander angefreundet, aber dieser Schinken hat mich nachhaltig erschüttert. So viel Lesezeit für so wenig Leseerlebnis – ich ärgere mich immer noch. Auch jetzt bin ich mir nicht sicher, ob ich vielleicht einfach nicht das Prinzip hinter dem Buch verstanden habe oder ob die Geschichte, eigentlich vor allem dieses Ende (!), wirklich so furchtbar bescheuert ist. Wie auch immer, ich habe nicht vor, das Buch nochmal in die Hand zu nehmen. Es war nicht alles schlecht, auf keinen Fall. Aber die Entwicklungen in dem Buch kann ich ab einem bestimmten Punkt absolut nicht mehr nachvollziehen und ein richtiger Gruselkracher war es für mich auch nicht. (Bei dem Film kann das schon wieder ganz anders aussehen.)


Was waren dieses Jahr denn eure Flops? Ich bin neugierig!

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