Leseprotokoll zu „Der Schatten“

Wer meinen Blog schon länger verfolgt, der weiß, dass ich so gut wie nie in den Genres Thriller oder Krimi unterwegs bin. Dennoch startete ich gemeinsam mit einer Arbeitskollegin eine Leserunde zu Der Schatten. Das folgende Leseprotokoll vermittelt euch kurz und knapp meinen Eindruck von dem Buch.

Wer hat das Buch geschrieben?

Melanie Raabe.

Wichtigste Personen, die in dem Buch vorkommen:

Protagonistin ist die Journalistin Norah Richter.

Sonstige Nebenfiguren sind Norahs Freunde aus Wien und Berlin, ihr Ex Alex, ihre neue Nachbarin und ihre verstorbene Jugendfreundin Valerie.

Wo spielt die Geschichte?

Wien.

Inhaltsangabe:

Nach der Trennung von ihrem Freund zieht Norah für einen neuen Job nach Wien. Bereits kurz nach ihrer Ankunft prophezeit ihr dort eine Bettlerin, dass sie am 11. Februar aus freien Stücken einen gewissen Arthur Grimm töten wird. Zunächst verdrängt Norah diese unheimliche Begegnung, doch dann häufen sich die Zufälle und Norah beginnt, der Sache auf den Grund zu gehen.

Was mir gefiel:

  • die Kapitel sind schön kurz
  • Melanie Raabes Schreibstil liest sich angenehm
  • Abschnitte aus der Sicht einer unbekannten Person, Norahs Persönlichkeitsveränderung/Vergangenheit und verschiedene Ereignisse im Laufe der Geschichte bieten viel Raum für Spekulationen, was da eigentlich vor sich geht
  • ein Handlungs-Twist konnte mich besonders überraschen und auch der Großteil der Auflösung ist in meinen Augen gelungen

IMG_20180921_165817_040.jpg

Was mir nicht gefiel:

  • die Geschichte konzentriert sich ganz auf Norah und ihren immer ähnlichen Alltag, alle anderen Figuren sind nur Beiwerk und bleiben sehr blass, das war mir auf Dauer zu eintönig (richtige Spannung kommt erst zum Ende auf)
  • Norah verhält sich überwiegend sehr naiv und bringt sich damit unnötig in Gefahr, trotz Albträumen und Angstattacken leitet sie keine vernünftigen Schritte ein, um sich zu schützen
  • die zentrale Enthüllung ist nicht so ausgefeilt, wie ich es mir ausgemalt habe und passt meiner Meinung nach nicht zu einhundert Prozent zu dem, was über all die Seiten zuvor aufgebaut wurde (meine Spekulationen fand ich da schlüssiger)
  • die letzten 50 Seiten wirkten auf mich im Grunde überflüssig und vielmehr wie ein überhasteter Versuch, alle übrigen Konflikte final aus dem Weg zu räumen
  • wirklich wichtige und für die ganze Geschichte bedeutende Fragen bleiben hingegen offen

Fazit:

Mag sein, dass meine geringe Begeisterung für Thriller von vornherein die Chance verbaut hat, dass mich die Geschichte umhaut. Ich habe allerdings auch von eingefleischten Fans gehört, dass dieser Titel von Melanie Raabe nicht der stärkste ist. Ich hatte mir viel mehr Nervenkitzel versprochen und fand die Geschichte in ihrer Gesamtheit nicht rund und authentisch genug. Trotz meiner eingeschränkten Erfahrung auf dem Gebiet muss ich sagen, dass ich schon weitaus fesselndere Thriller gelesen habe (beispielsweise von Ethan Cross).

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s