Iskari – Der Sturm naht [Rezension]

Iskari – Der Sturm naht
Kristen Ciccarelli
Heyne fliegt
Leseprobe
[Seiten: 416 || Preis: 16,99 €]

Dieses Buch wurde mir vom Heyne fliegt Verlag kostenfrei zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

Zum Inhalt: Um ihrer Hochzeit zu entgehen, muss die Drachentöterin Asha den mächtigsten aller Drachen für ihren Vater besiegen. Doch während ihrer Jagd auf den Drachen fangen die festen Strukturen ihrer Heimat an zu bröckeln und Asha bringt zusammen mit dem Sklaven Torwin mehr ins Rollen, als sie beabsichtigt hat.

Iskari ist ja schon in aller Munde gewesen und ging durch ganz Instagram. Auch ich war sehr neugierig auf die Geschichte, vor allem haben mich dabei die Drachen interessiert. Streckenweise hat mich die Story sogar an Eragon erinnert, allerdings lediglich bei Kleinigkeiten, denn an Saphira und den jungen Drachenreiter kommt so schnell keiner ran.

Das Konzept hinter der Geschichte gefiel mir wirklich gut. Dieser Konflikt zwischen den Menschen und den Drachen konnte mich fesseln und auch die magischen Komponenten, die die Autorin eingebaut hat, fand ich sehr gelungen. Die Geschichte thematisiert mal eine ganz andere Form von Magie. Eine, die mich berühren konnte und so noch aus keinem anderen Buch kenne. Die Handlung habe ich interessiert verfolgt und ich wollte die gesamte Lesezeit über wissen, wie es ausgeht. Gestört habe mich dennoch an ein paar Dingen.

Die Protagonistin Asha blieb zum Beispiel die gesamte Handlung über für mich eher eine Konstante, die ich dulden musste und nicht besonders ins Herz geschlossen habe. Zwar hat sie am Ende der Geschichte eine deutliche Entwicklung durchgemacht, trotzdem empfand ich sie als unsympathisch und kurzsichtig. Gravierende Ereignisse, die ihr widerfahren und den ganzen zukünftigen Handlungsverlauf beeinflussen, werden von ihr kaum hinterfragt. Sie nimmt vieles einfach so hin und lässt sich leicht übers Ohr hauen. Während mir Erklärungen fehlten, akzeptierte sie Anweisungen ganz einfach.

Meiner Meinung nach hätte das Setting zudem ausführlicher beschrieben werden können. Was das angeht, sind die Geschmäcker ja oft sehr verschieden – ich persönlich mag es detailliert, damit ich richtig in die Welt eintauchen kann. Kristen Ciccarelli schafft es durchaus, einem Ashas Heimatstadt näherzubringen und ein bisschen was von dem fantastischen Zauber ist auch auf mich übergesprungen, aber insgesamt blieben die Schauplätze ein bisschen blass. Gerade deshalb hat es mich gestört, dass Asha und die anderen Figuren das Buch über nur zwischen 2-3 Orten pendeln. Die Umgebung hat sich für mich gefühlt kaum geändert. Es gab immer DIE STADT und DIE WÜSTE, die Schauplätze im Detail wurden kaum voneinander differenziert.

Was die Liebesgeschichte angeht, bin ich zwiegespalten. Es finden sich durchaus klassische Elemente, die viele Jugendbücher in sich vereinen, aber es bleibt doch alles in einem recht akzeptablen Rahmen. Als Leser wird man nicht sofort erschlagen, sondern die Beziehung entwickelt sich erst mit der Zeit und ersetzt nicht komplett die eigentliche Handlung. Im Großen und Ganzen spielt da alles ganz gut zusammen.

So wie ich das mitbekommen habe, ist ein zweiter Teil von Iskari geplant. Für mich hätte das Buch zwar problemlos auch allein stehen und ein Einzelband bleiben können, allerdings gibt es durchaus noch offene Fragen, die eine interessante Fortsetzung ergeben können. Auch wenn mich das Buch nicht hundertprozentig überzeugt hat, mochte ich die Geschichte und werde mir den Nachfolger definitiv auch wieder zulegen.

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