Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr [Rezension]

Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr
Walter Moers
Knaus Verlag
Leseprobe
[Seiten: 344 || Preis: 24,99 €]

Dieses Buch wurde mir vom Knaus Verlag kostenfrei zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

Zum Inhalt: Prinzessin Dylia leidet unter Schlaflosigkeit und wandelt deshalb nachts oft ziellos durchs Schloss. In einer dieser Nächte bekommt sie Besuch von dem Gnom Havarius Opal, der die Aufgabe hat, sie wahnsinnig zu machen. Um dieses Vorhaben voranzutreiben, nimmt er die Prinzessin mit auf eine Reise in ihr eigenes Gehirn, in dem sie so manches Abenteuer bestehen müssen.

Mit Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr bin ich das erste Mal in die Welt von Walter Moers eingetaucht. Rückblickend bin ich mir ziemlich sicher, dass das nicht meine beste Idee war. Der Autor wird, soweit ich das mitbekomme, für seine Bücher in den höchsten Tönen gelobt, deshalb schäme ich mich geradezu dafür, dass ich dem Buch leider nicht so viel abgewinnen konnte, wie ich eigentlich wollte.

Beginnen wir aber erst einmal mit den positiven Dingen. Das Buch ist einfach wunderschön aufgemacht, sowohl innen als auch außen, und damit definitiv ein wahrer Schatz im Regal. Die vielen bunten Illustrationen haben mir sehr geholfen, mir die in der Geschichte beschriebenen Gestalten und die Umgebung besser vorstellen zu können. Denn auf eins müsst ihr euch definitiv einstellen: Die Handlung um die schlaflose Prinzessin Dylia ist geradezu märchenhaft und wird von Seite zu Seite immer skurriler. Da sind so ein paar kleine Gedankenstützen wirklich hilfreich!

Was mich ebenfalls schnell begeistern konnte, war Walter Moers Schreibstil. Der Autor ist ein wahrer Wortkünstler und erschafft eine liebevolle Story voller Phantasie, der es an gewandten Vergleichen und Wortspielen nicht mangelt. Das alles ist wirklich großartig, allerdings kommen wir hier schon zu meinem ersten ABER. Während ich gerade zu Beginn noch sehr fasziniert von den ganzen neuen Begriffen und Redewendungen war, verlor ich nach und nach einfach den Überblick. Ständig gab es wieder andere Dinge, die man sich merken sollte und die so detailliert beschrieben wurden, dass ich am Ende des Ganzen schon wieder den Anfang vergessen hatte. Walter Moers strapazierte meine Gehirnkapazitäten aufs Äußerste. Die Devise – noch ein Kapitel vor dem Schlafengehen – gestaltete sich da schwieriger als gedacht.

Kommen wir nun zum Kern dessen, was dafür gesorgt hat, dass ich für das Buch so so viele Wochen gebraucht habe. Der Geschichte fehlt es meiner Meinung nach an Spannung. Natürlich ist sie wundervoll und die Prinzessin und der Gnom sind zusammen ein Gespann sondergleichen, aber nach der Hälfte des Buches lies meine Aufmerksamkeit unheimlich nach. Die anfängliche Euphorie löste sich in Luft auf und alles zog sich unendlich in die Länge. Aus lauter Verzweiflung habe ich mir für die restlichen Kapitel sogar das Hörbuch heruntergeladen, denn sobald ich mit dem Lesen angefangen habe, bin ich einfach so müde geworden. Für mich persönlich war die Geschichte zu umfangreich und obwohl das Ende mich doch noch überraschen konnte, hat mich das Ganze nicht von Anfang bis Ende mitgerissen.

Ich bin jetzt arg am überlegen, ob ich mir schnellstmöglich Die Stadt der Träumenden Bücher besorgen soll, um meinen ersten Eindruck von Walter Moers zu revidieren oder ob ich vielleicht nicht ganz der Typ für seine Geschichten bin, was ich unheimlich schade finden würde.

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6 Kommentare zu „Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr [Rezension]

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  1. Wenn du Spannung suchst, ist bei Walter Moers ganz klar „Die Stadt der träumenden Bücher“ das krasseste.
    Ich liebe seine Bücher wegen dem Schreibstil, wegen der Fantasie wegen dem unbeschreiblich absurden.
    Und es ist auch wichtig zu wissen, dass seine Bücher nicht für die Geschwindigkeit gemacht sind.
    Für mich sind das langsame Bücher, die man gut und gerne auch mal über mehrere Wochen hinweg Stück für Stück lesen kann.
    Ist aber natürlich nicht für jeden was!

    Gefällt 1 Person

    1. Vielleicht bin ich auch wirklich falsch an das Buch rangegangen, was die Geschwindigkeit angeht. Bei „Die Stadt der träumenden Bücher“ werde ich mir mal bewusst viel Zeit lassen und eventuell mit Leseabschnitten arbeiten. Der Schreibstil ist wirklich genial allein deswegen möchte ich eigentlich auch unbedingt noch etwas von dem Autor lesen. :)

      Liebe Grüße
      Maren

      Gefällt mir

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