Der Schwarze Thron – Die Königin

Der Schwarze Thron – Die Königin
Kendare Blake 
Penhaligon Verlag
Leseprobe

[Seiten: 512 || Preis: 14,99 €]

Dieses Buch wurde mir vom Penhaligon Verlag kostenfrei zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

Vorsicht! Bei dieser Rezension handelt es sich um einen zweiten Teil! Wer den ersten Band noch nicht gelesen hat und nicht möchte, dass Informationen vorweggenommen werden, der sollte hier NICHT weiterlesen!

Zum Inhalt: Der Kampf um die Krone wurde offiziell eröffnet. Alle drei Schwestern tun ihr Möglichstes, um keiner der anderen zum Opfer zu fallen. Um ihre Chancen auf den Thron zu verbessern, zieht vor allem Katharine alle Register. Doch nichts verläuft nach Plan und bald herrscht Chaos auf Fennbirn.

Der erste Band konnte mich leider nicht von sich überzeugen und hat mich sehr enttäuscht zurückgelassen. Trotzdem wollte ich den Folgeband lesen, denn die Geschichte endete nicht nur sehr spannend, sondern auch die Grundidee mit den drei Fähigkeiten der Königinnen und ihrem Konkurrenzkampf gefiel mir gut. Nachdem ich nun den finalen zweiten Band gelesen habe, muss ich sagen, dass ich doch positiv überrascht wurde. Wenn ihr ebenfalls Probleme mit dem Vorgänger hattet, solltet ihr  wirklich darüber nachdenken, die Fortsetzung doch zu lesen, denn sie ist um Längen besser!

Besonders erleichtert war ich darüber, dass sich die drei Handlungsstränge der Königinnen endlich nicht mehr wie ein Ei dem anderen gleichen. Im Prinzip war diese Entwicklung auch unvermeidlich, denn die „Vorstellungsrunde“ wurde mit dem ersten Band ja quasi abgeschlossen und es beginnt nun der richtige Kampf um die Krone. Jede der Königinnen muss sich dieser extremen Situation stellen, ob gewollt oder ungewollt, und endlich grenzen sie sich in ihren Handlungen und Gedanken klar voneinander ab. Es hat sich zwar nicht unbedingt etwas daran geändert, dass ich keine der Königinnen besonders ins Herz geschlossen habe (am ehesten noch Arsinoe, weil ich genauso überfordert wäre wie sie), aber das war für mich nicht weiter schlimm. Für mich war vor allem interessant, wie der Konflikt am Ende aufgelöst wird.

Ebenfalls gefallen hat mir, dass das Ränkeschmieden der Clans weiterhin einen wichtigen Teil zu der Handlung beiträgt. Natürlich möchte jede Ziehmutter ihrer Königin auf den Thron verhelfen und um das zu erreichen, schrecken sie vor kaum etwas zurück. Diese Intrigen treiben die Handlung maßgeblich voran und zwingen die Königinnen in Konfliktsituationen, die ohne solches Zutun nicht zustande gekommen wären. Schade fand ich jedoch, dass man als Leser nach wie vor nichts über die Kindheit der Mädchen bei ihren Clans oder über die Zeit bei ihrer Mutter erfährt. Es werden zwar immer mal wieder ein paar winzige Informationen eingestreut, doch auf mehr dürft ihr nicht hoffen.

Dank der positiven Veränderungen im Vergleich zum Vorgänger und Kendare Blakes angenehmen Schreibstil habe ich das Buch sehr schnell weggelesen und mich dabei gut unterhalten gefühlt. Von einem Fantasy-Epos kann man jedoch nach wie vor nicht sprechen, denn die Handlung kommt von ihrer Komplexität und Gewandtheit her nicht über den ersten Band hinaus und auch die Welt bietet keine neuen Überraschungen. Wenn ihr euch aber von den sehr gut gemeinten Pressestimmen à la brutale und dunkle Handlung löst, habt ihr hier ein gutes Buch für einen verregneten Sonntag.

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