Darien – Die Herrschaft der Zwölf

Darien – Die Herrschaft der Zwölf
Conn Iggulden
Heyne Verlag
[Seiten: 416 || Preis: 14,99 €]

Dieses Buch wurde mir vom Heyne Verlag kostenfrei zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

Zum Inhalt: Das Schicksal fünf ungleicher Protagonisten vereint sich ungeplant in der Stadt Darien, in der wiederum ein großer Kampf bevorsteht. Der König soll sterben, um der Macht der zwölf Familien Einhalt zu gebieten, doch es ergeben sich Schwierigkeiten und alles droht aus dem Ruder zu laufen.

Der Roman vereint einiges in sich: Intrigen, Magie, Krieg, etwas Liebe, aber leider wurde ich davon eher erschlagen, als dass ich die Vielfalt richtig genießen konnte. Die gesamte Handlung fühlte sich für mich unfertig und oberflächlich an, weil mir in zu vielen Punkten schlicht die Hintergrundinformationen fehlten oder ich bestimmte Wendungen und Entwicklungen nicht nachvollziehen konnte. Ganz viel bleibt offen und wird nicht ausreichend erklärt, sodass ich persönlich auch keinen Draht zu den einzelnen Figuren hatte. Das, was man als Leser über die fünf Helden erfährt, ist durchaus interessant, und wären die Lebensumstände und die Vergangenheit näher beleuchtet worden, wären sie mir am Ende auch sicher nicht so unwichtig gewesen. So blieben sie aber blass und waren mir nicht authentisch genug.

Es handelt sich bei Darien um einen Einzelband (mir war das im Vorfeld gar nicht so bewusst) und ich denke, dass der Autor einfach zu viel versucht hat, in die Geschichte einzubinden. Die Handlung hat auf ca. 400 Seiten nicht genug Zeit, sich richtig zu entfalten. Es wäre besser gewesen, wenn es weniger Protagonisten und so auch weiniger Perspektivwechsel gegeben hätte, denn dann wäre die Story übersichtlicher geblieben und statt hier und da etwas anzuschneiden, hätten Dinge detaillierter geklärt werden können. Da ich euch nicht spoilern möchte, kann ich nicht aufzählen, auf welche Antworten ich vergeblich gewartet habe, aber im Groben betrifft das die Magie beziehungsweise auch die mit ihr einhergehenden Fähigkeiten einiger Protagonisten.

Darüber hinaus fehlte es mir insgesamt an Spannung. Die Perspektivwechsel verhindern, dass sich ein richtiger Lesefluss einstellt und es gab nur wenige Momente, in denen endlich mal ein bisschen Fahrt aufgenommen wird. Gerade die letzten 150 Seiten empfand ich als unheimlich zäh und langweilig. Für mich gab es keinen Höhepunkt, kein großes Finale, stattdessen tröpfelte alles nur so dahin. Abgesehen davon trafen die Figuren teilweise recht absurde Entscheidungen, die nicht weiter aufgeklärt wurden und meinen Unmut noch zusätzlich genährt haben.

Ich kann leider nur damit abschließen, dass mich Darien sehr enttäuscht hat und sich leider nicht als ein innovatives, mitreißendes Fantasybuch entpuppte. Obwohl Conn Iggulden als Bestsellerautor gefeiert wird, ließ mich sein Roman ziemlich kalt und ich hatte wirklich Probleme, ihn überhaupt zu beenden.

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