Leipziger Buchmesse 2017

Hier ist er endlich, mein Messebericht. Vier Tage war ich in Leipzig und ich glaube noch einmal würde ich nicht so lange bleiben, denn nach zwei Tagen war ich schon ganz schön aus der Puste. Trotzdem war es wie schon in Frankfurt wirklich schön und ich freue mich sehr, dass ich vor Ort sein konnte. Das Messegelände in Leipzig ist so schön und alle war sehr freundlich. Da kann man sich jetzt schon auf das nächste Mal freuen! 🙂

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23.03.17 (Donnerstag)

Den ersten Tag nutzte ich eigentlich primär, um mich in Ruhe zu orientieren.

Ich kam gegen 12:30 Uhr am Hbf Leipzig mit meinem Bus an, brachte den Koffer weg, besorgte mir einen kleinen Snack und fuhr dann direkt zum Gelände. Es war mein erstes Mal auf der Buchmesse in Leipzig, dementsprechend war das Gelände für mich komplett neu und ich ließ mich vor allem von der Menge treiben. Die Gestaltung der Stände an sich ähnelte allerdings der auf der Frankfurter Buchmesse, was mir enorm half, um den Weg zu den Verlagen zu finden, die ich besuchen wollte. Relativ spontan beschloss ich dann, die LVZ-Autorenarena zu besuchen, um dem Gespräch mit Stephan Lohse (Ein fauler Gott) zu lauschen. Der Autor war mir schnell sympathisch und ich mochte, wie ehrlich er die Fragen beantwortete. Er erzählte viel von sich aus und ich hatte das Gefühl, dass er eine sehr interessante Persönlichkeit ist, die sicher noch die ein oder andere Story auf Lager hat. Ich liebäugle schon eine Weile mit dem Buch, war mir bis jetzt aber noch sehr unsicher, ob die Thematik etwas für mich ist. Das Werk steht jetzt auf jeden Fall auf meiner Wunschliste, denn der Auszug, der vom Autor am Ende vorgelesen wurde, hat mich sehr beeindruckt. Ich denke aber, dass man für das Buch in einer gewissen Stimmung sein muss, in der ich momentan nicht unbedingt bin.

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Das Gespräch endete 16 Uhr und wenig später habe ich die Messe dann auch verlassen. Ich war ein bisschen nervös wegen meinem Koffer am Hbf (ich trau diesen Schließfächern einfach nicht!) und wollte meine Sachen in die Wohnung bringen, die mir die Freundin meiner Mama großzügiger Weise während ihrer Abwesenheit überlassen hat. Bevor ich dann endlich die Tür aufschließen konnte und mich soweit eingerichtet hatte, verging noch einmal eine Ewigkeit und nach 100 Seiten Der Kuss der Lüge mit dem ich an der #Leseparty teilgenommen habe, fielen mir dann auch schnell die Augen zu.

24.03.17 (Freitag)

Am Freitag war ich schon unheimlich früh wach.

Ich wollte auch schon recht früh in die Hallen, musste aber vorher meinen Messeausweis im Pressezentrum noch freischalten lassen (ja, ich habe am Donnerstag natürlich nicht dran gedacht, es ging aber zum Glück auch so) und brauchte ewig, um den Eingang zu finden. Eine Mitarbeiterin hatte mir am Donnerstag gesagt, ich müsse zum Congress Center, was sich hinterher als falsch herausstellte, sodass ich irgendwie wieder durch die Taschenschleusen musste, an denen natürlich eine Million Leute standen, die alle rein und nicht wie ich raus wollten.

Am Ende hat aber alles geklappt und ich habe es noch pünktlich zu Bookster Bloggen – Rechte für Buchblogger mit Philip und Lea geschafft. Ich fand das Gespräch wirklich sehr hilfreich und habe mir einiges notiert. Schön, ein paar Dinge mal wirklich von Profis beantwortet zu bekommen, auch wenn die Rechtslage manchmal etwas undurchsichtig ist. Im Anschluss an daran bin ich zum ARD-Forum, wo Martin Suter dein Buch Elefant vorgestellt hat. Es war wirklich unglaublich voll und ich bin schließlich nicht ganz bis zum Ende geblieben, weil ich einfach nicht mehr stehen konnte.

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Mein Highlight an diese Tag war auf jeden Fall die Piper-Fantasy-Nacht, bei der Robert Corvus, Michael Peinkofer und Brandon Sanderson zu Gast waren. 19:30 Uhr sollte es losgehen und ich war schon recht früh da, sodass ich zwar eine ganze Weile herumstand, bevor die Tore geöffnet wurden, dafür aber meinen Platz sicher hatte. Von Brandson Sanderson habe ich bereits Der Weg der Könige gelesen, von den anderen beiden noch gar nichts. Michael Peinkofers neues Buch Tote Helden: Die Legenden von Astray 1 hatte ich auf der Messe aber bereits in der Hand. Der Abend war jedenfalls ein voller Erfolg. Alle drei Autoren verstanden es, das Publikum zum Lachen zu bringen und begeisterten mit Geschichten vom Autorendasein. Wir bekamen von Robert Corvus einen ausführlichen Vortrag darüber, wie einem der Tod im Vakuum ereilt und Brandon Sanderson bedauerte, dass Leipzig nicht die Heimat einer berühmten Wurstspezialität sei. Ihr merkt, ich hatte viel Spaß.

25.03.17 (Samstag)

Am Samstag war auf der Messe wirklich ganz schön was los und ich hatte keine Lust, mich durch die vollen Gänge zu schieben.

Deswegen setzte ich mich vor den Eingang von Halle 1, in der die Manga-Comic-Con stattfand, und bewunderte die vielen Kostüme. Unglaublich, wie viel Arbeit manche in ihre Verkleidung stecken. Völlig begeistert war ich beispielsweise von Kakashi, Luna Lovegood mit Löwenmaske, Elrond oder auch dem Assassin’s Creed Squad. Um 14 Uhr startete dann das LovelyBooks Leser- und Bloggertreffen. Ich habe mich wirklich gefreut, dabei sein zu können und war sehr begeistert, wie liebevoll alles organisiert wurde. Zu Gast war Anne Freytag und anschließend wurde noch mit allen Beteiligten ein kleines Quiz veranstaltet.

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Den restlichen Nachmittag verbrachte ich in der Innenstadt von Leipzig. Natürlich konnte ich es mir nicht nehmen lassen und stöberte ausgiebig bei Hugendubel. Ich bin allerdings immer noch ein bisschen überrascht von mir selbst, denn ich habe weder auf der Messe noch später im Laden ein Buch gekauft. Ich war einfach komplett überfordert und anstatt in einen Kaufrausch zu verfallen, war ich in einer Art Schockstarre gefangen. Sehr eigenartig! Ich habe mir aber natürlich alle Bücher, die mir sofort ins Auge gesprungen sind, notiert und meine Wunschliste nimmt langsam bedrohliche Ausmaße an.

26.03.17 (Sonntag)

Um 16:30 Uhr ging es für mich mit dem Bus zurück nach Hause und anstatt die Messe zu besuchen, schlief ich ein bisschen aus und genoss das schöne Wetter. Ich wollte so stressfrei wie möglich in die neue Woche starten und rückblickend habe ich alles richtig gemacht. Es war auch total schön, dass im Bus Richtung Heimat so viele bücherverrückte Menschen saßen, die sich entweder gegenseitig ihre Errungenschaften gezeigt haben oder über ihre Lieblingscharaktere diskutieren.

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5 Gedanken zu “Leipziger Buchmesse 2017

  1. Schöner Bericht liebe Maren!
    Schade, dass wir uns nicht gesehen haben.
    Krass, dass du echt kein Buch gekauft hast! Das nenne ich mal Disziplin – oder halt Schockstarre durch Überforderung.
    Ich dagegen habe über 20 Bücher mit nach Hause geschleppt, zum Glück mit dem Auto.
    Ich freue mich schon sehr auf die FBM.

    Liebe Grüße und einen schönen Sonntag,
    Nicci

    Gefällt 1 Person

    1. Danke dir! ❤
      Bei der Menge an Menschen kein Wunder, ich wusste manchmal gar nicht, wo mir der Kopf stand. Genau, wie du schon meintest, das kann nur eine Schockstarre gewesen sein. 😀
      Haha, wahnsinn! Das hätte ich mit meinem Koffer im Flixbus niemals geschafft! ^^
      Ich mich auch! 🙂
      Liebe Grüße und eine schöne Restwoche,
      Maren

      Gefällt 1 Person

  2. Huhu liebe Maren 💓
    Klingt nach ein paar wunderbaren Tagen auf der Messe. 😄💓Ich hätte wahrscheinlich Unmengen Geld rausgehauen bzw wäre definitiv mit mehr als keinem Buch gegangen – wobei meine Neuzugänge März sind auch so ausgeartet 😂😱
    Auch die Rückfahrt stelle ich mir amüsant vor.
    😄💓 ganz liebe Grüße und danke für deinen tollen Bericht. 💓

    Gefällt 1 Person

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