Fußnote: Prüfungschaos an der Bücherfront

Die nächsten Wochen wird es für mich ernst und als ich gerade dabei war, mich deshalb zu bedauern, kam mir die Idee zu diesem Beitrag (so lässt sich eben auch Zeit schinden). Ich dachte, ich stelle euch mal kurz vor, wie ich das mit dem Lesen handhabe, wenn eigentlich die Uni meine Gedanken und meine Freizeit beherrscht.

Was bei mir nicht gut funktioniert…

#Fantasybücher

Es ist kein Geheimnis, dass ich umfangreiche Fantasyreihen unheimlich gerne lese und mich auch nicht vor dicken Wälzern scheue, im Gegenteil, bis jetzt waren das immer die Besten. Aber sobald ich meine Unifristen nicht mehr länger ignorieren kann, müssen diese Schätze leider erst einmal im Regal bleiben, denn für ein detailliertes Worldbuilding, raffinierte Bündnisse und allerhand magische Geheimnisse, denen man in der Regel auf die Spur kommen muss, fehlen mir dann oft schlicht die Nerven und die Zeit. Es dauert öfters ja schon einen Moment, bis man sich in alles rein gefunden und sich ein bisschen orientiert hat. Wenn ich da am Anfang unkonzentriert bin (weil ich nervös zum Laptop schiele), ist die Sache sofort aussichtslos. Die größere Gefahr besteht allerdings vor allem darin, dass ich nicht mehr mit dem Lesen aufhören kann und bei entsprechendem Umfang des Buches wertvolle Stunden falsch beziehungsweise für meine Seminararbeiten unvorteilhaft nutze. Es fällt mir allerdings ziemlich schwer, mich an diesen Punkt zu halten, denn Fantasy ist eben mein Lieblingsgenre. Ich konnte beispielsweise schon nicht widerstehen, als Das Reich der sieben Höfe erschien. Und jetzt steht hier noch Der Kuss der Lüge bei mir im Regal und meine Finger kribbeln bereits. Ein paar Ausnahmen werde ich wohl machen müssen, damit das Stimmungsbarometer nicht in den Keller geht.

#Historische Romane

Zugegeben, ich besitze nicht allzu viele Bücher aus diesem Genre, aber ein paar Exemplare, wie beispielsweise der vierte Band der Highland-Saga oder der erste Teil der Jahrhundert-Trilogie, warten noch darauf, angefangen zu werden. Allerdings würde ich im Traum nicht daran denken, dieses Vorhaben etwa auf dem Weg in die Bibliothek umzusetzen. In der Regel geht es ähnlich komplex zu wie im Bereich Fantasy, gerade was die Ortschaftsbezeichnungen und Figurenverhältnisse angeht, und dazu kommen dann noch die geschichtlichen Hintergründe. Für solche Bücher brauche ich insgesamt die meiste Zeit und Ruhe, sie sind für mich also absolut ungeeignet, wenn ich meine Module erfolgreich abschließen möchte.

#Romane mit ernsten und traurigen Handlungsschwerpunkten

Die Stimmung ist in der Regel ohnehin schon gedrückt, da kann ich mich bei aller Liebe nicht auch noch mit den traurigen Schicksalen der Buchcharaktere auseinandersetzen. Da würde ich einfach in ein tiefes Loch fallen und nicht mehr herauskommen. Werke wie Ein ganzes halbes Jahr oder Forbidden würden mich jetzt gnadenlos zerstören. Ich bin ohnehin selten in der Stimmung für solch schwermütige Bücher. Ein oder zwei Mal im Jahr kriege ich das hin, mehr verträgt mein Kopf einfach nicht. Ich bin schon immer nicht gut mit solchen Büchern klargekommen.

#Sachbücher

Ich habe mir fest vorgenommen, mehr Sachbücher zu lesen, doch momentan habe ich weder Lust auf Die Kunst des klaren Denkens noch auf Hygge – ein Lebensgefühl, das einfach glücklich macht, das seit neuestem auf meinem Wunschzettel steht. Ein Lebensgefühl stellt sich bei mir erst wieder ein, wenn ich alles abgegeben habe, übertrieben gesagt. Und nachdem ich mir ohnehin schon stundenlang den Kopf über meinen Herzog Ernst zerbrochen habe, will ich nicht auch noch über das Denken nachdenken. Verständlich, oder?

Stattdessen…

#New Adult

Sobald es stressig wird, kehre ich immer wieder zu diesem Genre zurück. Meistens kommt in diesem Zusammenhang auch mein Kindle zum Einsatz. Zwar laufe ich hier oft Gefahr, in ein kleines Abhängigkeitsverhältnis zu rutschen (wie bei Begin Again oder Trust Again), aber ich komme dafür schnell in die Story und muss mir selten beim Lesen den Kopf zerbrechen. Perfekt zum Runterfahren nach einem nervenaufreibenden Schreibmarathon und für den Heimweg mit den Öffentlichen. Ich werde gut unterhalten, die Bücher sind nicht zu dick und oft gibt es etwas fürs „Auge“.

#Humorvolle Romane

Nichts hebt die Stimmung mehr als eine witzige Geschichte. Oder Kurzgeschichten. Sich einfach ein bisschen mit den Charakteren ins Chaos stürzen, ein paar spitze Wortgefechte führen und den eigenen Stress für kurze Zeit vergessen. Hier hält sich die Suchtgefahr meistens in Grenzen und nachdem ich für eine Stunde beim Lesen entspannt habe, kann ich mich wieder in die Arbeit stürzen.

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Meine Empfehlungen…

Bücher, die ich bereits gelesen habe und euch für einen stressigen Zeitraum empfehlen kann, sind:

*Über Arbeiten und Fertigsein (!)
*Über Wachen und Schlafen
*Nicht ganz mein Typ
*Paris, du & ich
*Percy Jackson – Diebe im Olymp

Mein Stressstapel…

Ich habe dieses Mal bereits früh eine Liste mit Büchern zusammengestellt, die mir während der ganzen Bibliotheksphase Gesellschaft leisten werden und auf den ersten Blick meine Ansprüche zu erfüllen scheinen:

*Die Assistentinnen
*Die Werte der modernen Welt
*Kein Elch. Nirgends
*Percy Jackson – Im Bann des Zyklopen
*The Deal – Reine Verhandlungssache
*Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand


Jetzt interessiert mich natürlich, wie ihr das in stressigen Phasen oder konkret in Prüfungsphasen mit dem Lesen handhabt! Bleibt bei euch alles beim Alten oder ändern sich eure Lesegewohnheiten?

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3 Gedanken zu “Fußnote: Prüfungschaos an der Bücherfront

  1. Hallo 🙂
    Ich kann mich während der Lernphase leider garnicht auf das Bücherlesen konzentrieren. Ich habe auch einen Kindle für meine täglichen Zugfahrten, aber wenn Klausuren bevor stehen, dann bin ich in meine Zusammenfassungen vertieft während den 60 Minuten fahrt.
    Liebe Grüße
    Daisy

    Gefällt 1 Person

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