The Choice – Bis zum letzten Tag

The Choice – Kein Ort ohne dich
 Nicholas Sparks
Heyne Verlag 
Leseprobe
[Seiten: 432 || Preis: 9,99 €]

Dieses Buch wurde mir vom Heyne Verlag kostenfrei zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

Zum Inhalt: Die erste Begegnung zwischen den Nachbarn Gabby und Travis verläuft eher holprig und endet mit aufgelösten Nerven. Doch da die beiden quasi Hecke an Hecke leben, bleibt es natürlich nicht bei diesem einmaligen Treffen. Obwohl sie scheinbar unterschiedliche Vorstellungen vom Leben haben, beginnt sich etwas zwischen ihnen zu entwickeln. Doch für Travis brechen schwere Zeiten an, in denen er alles verändernde Entscheidungen treffen muss.

Letztes Jahr schaute ich mit einer Freundin anlässlich einer Woman Nights Kein Ort ohne dich im Kino. Nicholas Sparks war mir bis dato zwar schon geläufig, gelesen hatte ich von ihm aber noch nichts. Irgendwie war ich der Meinung, dass seine Romane wohl nichts für mich wären. Die Verfilmung des gleichnamigen Romans gefiel mir aber ziemlich gut, auch wenn ich danach ein bisschen verschnieft war. Das gehört ja wohl auch irgendwie bei Sparks dazu. Als ich dieses Jahr dann den Trailer zu The Choice – Bis zum letzten Tag gesehen habe, wollte ich es unbedingt andersherum machen und zuerst das Buch lesen.

Der Roman spaltet sich in zwei Teile. Der erste Teil erzählt die Anfänge von Gabbys und Travis Beziehung und ereignet sich im Jahr 1996. Es ist sozusagen ein Rückblick. Man erhält viele Informationen zu den familiären Hintergründen und der Vergangenheit der beiden und wird schnell mit ihnen vertraut. Der zweite Teil steht in einem starken Kontrast dazu. Wir befinden uns jetzt im Jahr 2007, wo sich, wie im Epilog bereits angekündigt wird, alles verändert hat. Atmosphäre und Figuren erkennt man kaum wieder und insgesamt wirkt dieser Abschnitt sehr bedrückend und stellt die Ereignisse wirklich ungeschönt dar. Von der anfänglichen Leichtigkeit ist nichts mehr zu spüren. Dabei muss man sich eine Weile gedulden, bis man überhaupt erfährt, was sich eigentlich zugetragen hat, denn die Erklärungen folgen erst nach und nach und nicht unbedingt in einer geordneten Reihenfolge.

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Dadurch, dass von Anfang an klar ist, dass es ein einschneidendes Erlebnis geben wird, habe ich natürlich immer versucht, mir schon etwas zusammenzureimen. Ich war während des Lesens immer in Sorge, dass jeden Moment besagtes Unheil über mich und die Figuren hereinbricht. Trotzdem konnte ich aber auch die rückblickenden Erzählungen sehr genießen und bin komplett in die beschriebenen Situationen eingetaucht. Das gelang mir auch deswegen so gut, weil sich die Seiten wie von selbst umblätterten. Mit den amüsanten Einblicken in die Gedanken der Figuren und dank der einnehmenden Art eben jener, gewann Nicholas Sparks sofort mein Herz.

Die Geschichte um die beiden Nachbarn war für mich von Anfang an glaubwürdig und wirkte nicht an den Haaren herbeigezogen. Es bedurfte keiner übertriebenen „Zufälle“ oder Rettungsaktionen Gabbys. Stattdessen blieb alles nachvollziehbar und man fand unzählige aus dem Leben gegriffenen Gegebenheiten. Travis und Gabby machen sich wie der Großteil aller Menschen Gedanken um ihr zukünftiges Dasein, wollen nichts versäumen und sehnen sich nach einem erfüllten Leben und Liebe. Liebe in diesem Zusammenhang nicht nur in Verbindung mit Verlangen oder körperlicher Anziehung, sondern als ein Gefühl von Ankommen, eine tief gehende Verbundenheit, die so viel überflüssig macht und auf Kompromisse baut.

„Für einen Neuanfang ist es nie zu spät. Der Gedanke machte ihr Angst – aber gleichzeitig fand sie ihn wunderbar.“ (S.261)

Besonders gut gefallen haben mir auch die Charaktere, die nicht im Mittelpunkt der Handlung standen. Travis trifft sich beispielsweise regelmäßig an den Wochenenden mit seinen drei besten Freunden Laird, Joe und Matt plus deren Ehefrauen und Kindern, um gemütlich etwas zu trinken, den Grill anzuschmeißen oder mit dem Boot aufs Wasser zu fahren. Ich finde den Gedanken, auch Jahre später entspannt mit seinen besten Freundinnen und Freunden sowie deren Familie zusammenzusitzen, sehr schön und erstrebenswert.

Insgesamt habe ich öfter mal das Buch kurz zugeklappt und darüber nachgedacht, was ich mir eigentlich so für später vorstelle. Nichts konkret, dass klappt ja dann meistens sowieso nicht, aber so die grobe Richtung in Sachen Job, Familie, Reisen und dem Leben an sich. Mache ich das, was mich glücklich macht oder orientiere ich mich an Maßstäben, die man vielleicht von mir erwartet? Sehe ich zu oft zurück, anstatt nach vorne? Sollte ich mir weniger Gedanken machen und dafür alles mehr genießen?

 

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2 Gedanken zu “The Choice – Bis zum letzten Tag

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