Love & Lies: Alles ist erlaubt

Love & Lies: Alles ist erlaubt
Molly McAdams
Heyne Verlag
Leseprobe
[Seiten: 416 || Preis: 8,99 €]

Zum Inhalt: Es geht um die 21-Jährige Studentin Rachel und den 26-Jährigen Polizisten Kash. Während Kashs Undercover-Ermittlungen, er arbeitet im Drogendezernat, ereignet sich ein kleiner Vorfall, der ihm und seinem Partner Mason einige Schwierigkeiten einbringt. Hals über Kopf müssen sie von Florida nach Texas umziehen. Dort lernen sie natürlich gleich ihre neuen Nachbarinnen Rachel und ihre beste Freundin Candice kennen. Da es sich bei dem Roman um eine Kombination aus Krimi und Lovestory handelt, gibt es natürlich auch noch einen gestörten Serienkiller, der mit seinen sogenannten „Nelkenmorden“ bekannt geworden ist. Seine Spur führt natürlich ebenfalls nach Texas und soll von Kash und Mason undercover verfolgt werden.

Schon als ich im Vorfeld das Cover gesehen hatte, war es um mich geschehen. Ich wollte Molly McAdams Werk unbedingt lesen, fieberte geradezu darauf hin und war überglücklich, als ich es dann endlich in meinem Stammbuchladen entdeckte.

Leider bin ich mit den beiden Protagonisten so gar nicht warm geworden. Selbst der Perspektivwechsel innerhalb der Geschichte konnte da keine Abhilfe schaffen. Das lag einfach daran, dass ich zu beiden kein wirkliches Bild vor Augen hatte. Grobe Rahmen wurden zwar definiert, Kash ist der tätowierte Bad Boy und Rachel die Studentin mit der harten Vergangenheit, aber alles blieb bei solch oberflächlichen Beschreibungen. Ich meine, was für Tattoos genau hat Kash denn eigentlich? Ich konnte so nie ganz in die Umgebung und die Szenen eintauchen, denn dafür brauche ich einfach einen detaillierteren Abriss. Versteht mich nicht falsch, ich muss keine zwei Seiten darüber lesen, in welchen Farben der See vor dem Restaurant schillert oder wie genau Kashs Gesicht geschnitten ist, aber ich muss das Gefühl haben, auch vor Ort zu sein. Dieses Gefühl stellt sich allerdings nicht innerhalb von fünf knappen Sätzen ein.

Auch der Verlauf der Geschichte war mir einfach zu glatt. Alles fügte sich durch sogenannte „Zufälle“ zusammen. Für die Charaktere oft ganz praktisch, ich war immer die Einzige, der das irgendwie komisch vorkam. Manchmal haben mir da einfach Begründungen oder Zusammenhänge gefehlt. Kameraüberwachung in einer Bar? Naja. Das vermisste Auto steht merkwürdigerweise ganz offensichtlich gleich eine Einfahrt weiter? Ähm o.k.

Gar nicht klar gekommen bin ich zudem mit der angeblichen Freundschaft zwischen Rachel und Candice. Erst teilen sie sich einen Eimer Ben & Jerry’s, dann wird Rachel von ihrer Freundin aus der Wohnung gesperrt, weil die es sich mit einem Kerl gemütlich machen will. Rachel erduldet das alles und belegt sogar noch ähnliche Unikurse wie Candice, um so oft wie möglich in ihrer Nähe zu sein. Mag sein, dass die beiden sich aufgrund der Vergangenheit nahe stehen, aber das ist einfach verrückt.

Am 9. März 2016 erscheint der zweite Band der Reihe Love & Lies: Alles verziehen. Für mich wird es allerdings keine Fortsetzung geben.

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2 Gedanken zu “Love & Lies: Alles ist erlaubt

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