Wie Monde so silbern

Wie Monde so silbern
Marissa Meyer
Carlsen Verlag
[Seiten: 384 || Preis: 18,99 €]

Zum Inhalt: Cinder hat es alles andere als komfortabel. Als modernes Cyborg-Aschenputtel schuftet sie für ihre Stiefmutter und hat sich in Neu-Peking einen Namen als Mechanikerin gemacht. Was ihr zu ihrem Glück noch fehlt? Ein Prinz natürlich! Doch bevor sie auch nur daran denken kann, mit ihm auf einen Ball zu gehen, bricht auf dem Marktplatz vor ihrem Laden die gefürchtete blaue Pest aus. Ohne selbst zu wissen, wie ihr geschieht, wird Cinder zum Versuchskaninchen und gerät zwischen die Fronten zweier Nationen.

Ich weiß, ich bin ziemlich spät dran. Bereits 2013 erschien der erste Band der Luna-Chroniken und seit ich denken kann, wird die Reihe auf Instagram gefeiert. Etwas Gutes hat mein später Entschluss aber schon, ich muss nicht ewig warten, sondern kann mir schön nacheinander alle vier Bände zu Gemüte führen!

„Sie nahmen ihr die schönen Kleider weg, zogen ihr einen alten grauen Kittel an und gaben ihr hölzerne Schuhe.“ (Erstes Buch)

Ich muss sagen, dass ich mit dem Buch erst warm werden musste. Das lag allerdings nicht am Schreibstil der Autorin, im Gegenteil. Die Seiten flogen nur so dahin und alles war wunderbar realistisch beschrieben. Ich konnte den goldenen Palast vor mir in der Ferne funkeln sehen und zog die Nase kraus, als ich mich mit Cinder durch modrige Autositze wühlte. Mir fiel es eher schwer, mich auf die Cyborg-Geschichte einzulassen und die Kombination von fortschrittlicher Technik und schönem Prinzling zu akzeptieren. Ich musste mich an die Science-Fiction-Elemente erst einmal gewöhnen. Bei den Hovern hatte ich auch sofort Bilder von Katniss Everdeen im Kopf! Dafür ist das Konzept aber eben auch ein völlig anderes und keine 0815 Wiederholung, die man schon etliche Male gelesen hat. Am Ende packte es mich dann doch vollends und ich freue mich schon darauf, den Folgeband im Winterurlaub zu lesen!

Mein absoluter Liebling war Iko, Cinders überdrehte Androidin und Freundin. Es war so herrlich, wie sie ständig den Prinzen angeschmachtet und sich benommen hat wie ein Teenager. Cinder habe ich vor allem für ihre Geduld bewundert. Ich hätte die Herumschubserei durch ihre Stiefmutter niemals ertragen und wäre vermutlich in irgendeinem Cyborg-Gefängnis gelandet oder schlimmeres. Trotz ihrer Härte ist sie aber kein abgestumpfter Terminator, sondern sehr emotional. Ihre Schwärmerei für den Prinzen kann ich verstehen, doch er zählt für mich jetzt nicht unbedingt zu den unvergesslichsten Protagonisten, da hatte ich schon etwas mehr Feuerwerk (Daemon, Chaol, Ethan..). Ich bin sehr gespannt, wie sich in den folgenden Bänden noch alles zusammenfügen wird, denn bezüglich Cinders Leben gibt es noch einige offene Fragen. Außerdem habe ich schon Gerüchte vom bösen Wolf und anderen Märchendoppelgängern gehört!

Wenn ihr euch also auf ein Abenteurer der etwas anderen Art begeben wollt, in dem Prinzen, Androiden und das gute alte Automobil gleichzeitig existieren, dann zögert nicht lange!

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